Hotel Mooshaus Kühtai

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Hotel Mooshaus Kühtai

Hotel Mooshaus Kühtai

2017 konnten wir mit dem Zu- sowie Umbau des Hotels Mooshaus von Familie Gerber in Kühtai ein besonders herausforderndes Projekt realisieren. Den Wunsch der Bauherren nach Authentizität – der Gast sollte Bestand und Neubau als ein neues Ganzes wahrnehmen – setzten wir mit einem Zubau sowie einer Erschließungszone als Verbindung zwischen Bestand und Zubau um. Dabei ging es nicht nur darum, das Hotel baulich zu ergänzen, sondern das gesamte Hotel durch eine neue Infrastruktur besser zu gliedern, Abläufe zu erleichtern und damit die gewünschte Wohlfühl-Atmosphäre für die Gäste zu schaffen. Alpenweit einzigartiges Highlight ist der Endless Skypool am Dachgeschoss des Zubaus – mit 100 m Beckenlänge und großartigem Rundumblick auf die Bergwelt.

Der Zubau
Östlich des bestehenden Gebäudes wurde das Hotel Mooshaus durch einen Zubau erweitert. Das neue Gebäude hat sechs oberirdische Geschosse, in vier davon ist der neue Zimmertrakt mit 38 Zimmern und zwei Büroeinheiten untergebracht. Im Erdgeschoss sind Hotelhalle und Restaurant, im Service-Untergeschoss sind das Sportgeschäft mit Ski-Depot sowie Garagenplätzen zu finden. Auf dem Dachgeschoss befindet sich der Endless Skypool als ringförmige Pool-Anlage mit rund 100 m Beckenlänge.

Erschließungszone – Erster Eindruck, Treffpunkt & Verbindung
Der neuen, sogenannten Erschließungszone zwischen Bestandsgebäude und Neubau kommt besondere Bedeutung zu. Sie ist das verbindende Element zwischen Alt und Neu und vermittelt den Gästen als zentraler Eingangsbereich den ersten, wichtigen Eindruck vom Hotel. Gleichzeitig erschließen sich von hier aus alle weiteren Bereiche – über Treppenturm und zwei neue Lifte sind Zimmer, Wellness, Kinderwelt und Restaurant genauso einfach zugänglich wie die Garagenplätze, das Sportgeschäft und das Ski-Depot.

Besondere Herausforderungen
Die wohl größte Herausforderung im Um- bzw. Zubau lag in der extrem kurzen Bauzeit von nur ca. 5 Monaten, die alle beteiligten Firmen, insbesondere die Baufirma forderte. Daneben galt es natürlich auch, Bestand und Neubau in eine harmonische Einheit zu bringen – Stichwort „Authentizität“. Besonders berücksichtigen mussten wir zudem die Höhenlage der Geschosse sowie die bestehende Baustruktur im hochalpinen Kühtai, um den gesamten Baukörper behutsam in das Dorf einzufügen. Weitere Herausforderungen für uns als Architekten waren auch die Planung einer intelligenten Infrastruktur, um die Abläufe im Hotel zu verbessern und die Orientierung für den Gast einfach zu halten. Das konnten wir mit einer durchdachten Umsetzung der verschiedenen Lagebeziehungen: Zufahrt, Garage, Lifte, Wellness, Sportgeschäft etc. realisieren.

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Innovatives Highlight: 100 m Skypool am Hoteldach
Ein besonderer Wunsch unserer Bauherren, Familie Gerber, war der Skypool auf dem Dachgeschoss des Zubaus. Die ringförmige Anlage mit 100 m Beckenlänge liegt um die inselförmige Skylounge mit Ruheflächen und Duschen. Die großen Herausforderungen beim Skypool lagen vor allem im technischen Bereich, wie der schalltechnischen Trennung, Integration der Technik, Statik, Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften etc. Entstanden ist ein einzigartiges Highlight, der den Gästen besondere Wohlfühlmomente im 36 Grad warmen Wasser sowie sensationelle Ausblicke auf Bergwelt und Pisten gewährt.

Gourmetrestaurant Gerber
Direkt über dem Haupteingangsbereich wurde auf einer überhöhten Ebene schwebend ein exquisites Restaurant mit Schauküche / Front Cooking Area installiert. Im neuen Gourmetrestaurant genießt man feinste asiatische Küche und spannende Ausblicke mitten im Dorf.

Materialisierung und Architektur
Die klar strukturierten Baukörper und wenige, aber zeitlose Materialien spielen eine wesentliche Rolle in der modernen, zeitgemäßen Gestaltung des Mooshaus. Durch die Steinfassaden aus Luserna Gneis an den beiden unteren Geschossen entsteht ein starker Bezug zur Landschaft – diese beiden Ebenen verschmelzen quasi mit der Umgebung. Gestockter Sichtbeton und Verkleidungen aus Holz in den Loggien lassen eine warme Atmosphäre bereits in den Außenbereichen der Zimmergeschosse entstehen und strukturieren dabei den mehrgeschossigen Bau. Auch in den Innenbereichen wurde großes Augenmerk auf eine gesamtheitliche Materialisierung gelegt.

Fertigstellung: November 2017

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